04.06.2019Schöpfungsverantwortung

Lebensstil stoppt Klimawandel

Imperiale Lebensweise und transnationale Solidarität

Heute leben die meisten Menschen in den westlichen Industrienationen, sowie eine wachsende Zahl an Menschen in den Schwellenländern auf Kosten des größten Teils der Menschheit und der Umwelt. Der Vortrag widmet sich der Frage, wie diese imperiale Lebensweise überwunden werden kann. Dafür werden soziale Bewegungen vorgestellt, die für Umwelt- und Klimagerechtigkeit kämpfen – sei es gegen die Verstromung von Kohle, gegen den Ausbau von Flughäfen oder Autobahnen, für günstige bzw. kostenlose öffentliche Verkehrsmittel oder für eine Ökologisierung und Regionalisierung der landwirtschaftlichen Produktion.

Vortragender: Dr. Alexander Behr
Dr. Alexander Behr, geb. 1979, studierte an der Universität für Bodenkultur Wien sowie an der Universität Wien, ist Politikwissenschafter, Übersetzer, Journalist und Universitätslektor. Seine Dissertation verfasste er bei Ulrich Brand zum Thema: "Landwirtschaft - Migration – Supermärkte. Ausbeutung und Widerstand entlang der Wertschöpfungskette von Obst und Gemüse". Neben der Lehrtätigkeit an Universitäten, an Schulen und bei Gewerkschaften ist er Aktivist im Netzwerk Afrique Europe Interact. Er gestaltet regelmäßig Radiobeiträge für Ö1 (Journal Panorama, Europajournal) und schreibt für ORF.at, ND, Taz, der Standard und andere. Arbeitsschwerpunkte: Imperiale Lebensweise, Nord-Süd-Verhältnisse, Flucht und Migration, Rechte von migrantischen Landarbeiter_innen in der industriellen Landwirtschaft. Zuletzt erschienen: "Mein Weg vom Kongo nach Europa" (Emmanuel Mbolela, Übersetzung und Herausgabe auf deutsch, Mandelbaum-Verlag).

Dauer: 18.30-20.30 Uhr
Ort: Don Bosco Haus Wien
Veranstalter: ARGE Schöpfungsverantwortung
Beitrag: freier Eintritt
Anmeldung: bis 27.05.2019 unter office@argeschoepfung.at oder unter +43 660 760 00 08

Im Anschluss sind alle herzlich auf einen kleinen Imbiss eingeladen.

Foto: Alexander-Behr

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