Der Offene Kreis

Kurzbericht zum OFFENEN KREIS vom 20. Februar 2020.

Thema Religion: Ist orB. im Vormarsch? Versuch einer Analyse.

DI. Hannes Spitalsky gab einen kurzen Überblick an Hand vieler Studien und Statistiken, die – wenn auch nach unterschiedlichen Methoden – doch erlauben sich ein Bild über die Einstellungen der Menschen in Glaubensfragen zu machen.

Weltweit liegen die christlichen Kirchen mit 29% (ca. 2.200 Millionen) der Weltbevölkerung an der Spitze der Weltreligionen, gefolgt von den Muslimen mit ca. 23% , den Hindus mit ca. 15% (fast nur in Indien) und den Konfessionslosen ungefähr 14%. Die römisch katholische Kirche nimmt unter den christlichen Religionen mit ca. 1.000 Millionen den Spitzenplatz ein. Allerdings wird sie von zwei Strömungen bedrängt. Auf der einen Seite nicht nur in Europa von den Konfessionslosen, weltweit aber von den Freikirchen, wie z.B. von den Pfingstkirchen und Baptisten. Die Freikirchen haben nach Schätzungen weltweit bereits 650 Millionen Anhänger. Sie sind eher Bibel und Jesus orientiert, konservativ in ihren moralischen  Ansichten,  sprechen aber offensichtlich junge Leute an.

In Westeuropa war 2016 nach einer PEW-Studie  die Welt der Christen insgesamt mit mehr als 70% Anteil noch in Ordnung. Allerdings ist die Zahl der praktizierenden Christen länderweise sehr unterschiedlich. Im Durchschnitt sind nur 18% wirklich praktizierende 48% nicht praktizierende Christen und 24% Konfessionslose. Nach Italien, Portugal, Irland liegt Österreich in Westeuropa mit der Anzahl der praktizierenden Christen mit 28% über dem Durchschnitt.

Noch 2 Länder im Vergleich der Religionsbekenntnisse.
In der BRD liegen nach FoWiD 2018 Konfessionsfreie mit 38% an der Spitze vor Katholiken mit 28%, Evangelische mit 25% und konfessionsgebundene Muslime mit 5%.
Nach einer Studie des Vienna Institute of Demography waren in Österreich 2016 noch 64% katholisch, 17% konfessionslos, 5% orthodox, 5% evangelisch und 8% muslimisch.

Das Zukunftsszenario für 2046 sieht je nach Zuwanderung so aus:
42-47% Katholiken, 21-28% orB., 4-5% Evangelische, 6-9% Orthodoxe und 12-21% Muslime

Noch ein kurzer Blick in eine öffentliche  Volksschule im 13. Bezirk, wo in einer ersten Klasse die Schüler und Schülerinnen (25) folgende Religionsbekenntnisse hatten:
10 katholisch, 6 orB ., 2 orthodox, 3 evangelisch, 2 muslimisch, 1 altkatholisch, 1 anglikanisch.

In einer dritten Klasse (22) zeigte sich ein ähnliches Bild:
9 Katholisch, 8 orB., 2 orthodox, 2 evangelisch, 1 muslimisch.

Für einen Bezirk, der einmal überwiegend katholisch war, ist der hohe orB-Anteil nicht sehr ermutigend.

Nachher entwickelte sich eine rege Diskussion zum Thema.

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