Der offene Kreis - 18.10.2018

Um Zukunftsvisionen und Zukunftsängste ging es am 18.10.2018 beim Vortrag von Dr. Franz Bauer. Er verwendete als Grundlage ein Buch von Karl Jaspers (geschrieben 1961) und von Herbert Pietschmann (aus 1983). Die darin aufgezeigten Ereignisse und historischen Fakten haben das Auditorium sehr angesprochen, weil diese an die selbst erlebte Vergangenheit erinnert wurden.
Dr. Bauer hat viele Ängste artikuliert – Naturkatastrophen wie Vulkanausbrüche, Überschwemmungen und Erdbeben, die Pest und andere Epidemien, die Atombombe und Reaktorunfall in Fukushima, Klimawandel, Krieg und Verfolgung.
Bereits um das Jahr 95 n. Chr. zur Zeit des Kaisers Domitian machte der Seher Johannes mit seiner apokalyptischen Schrift im Neuen Testament den verfolgten Christen Mut, den Glauben nicht zu verlieren und vor dem Bösen nicht aufzugeben.
Dem Menschen ist durch die Technik und Wissenschaft sehr Vieles möglich und doch stößt er an Grenzen. Wer sein Leben auf rationale Gewissheit gründen und den zukünftigen Gang der Dinge genau wissen will, muss verzweifeln. Wer offen wird für Transzendenz, verlangt keine Sicherheit mehr (Jaspers).
Auch Endzeitbewegungen der jüngsten Geschichte mit ihren Fehlentwicklungen kamen zur Sprache.
Ähnlich wie Jaspers zitiert auch Pietschmann am Ende des Buches Jesus. Er ist gekommen, um der Menschheit die Botschaft von der Liebe zu bringen. Was Liebe ist, bringt der Apostel Paulus in seinem Hohelied der Liebe (1. Kor. 13) zur Sprache.
Im Anschluss an den Vortrag kam es noch zu einer sehr angeregten Diskussion.

Helene und Hannes Spitalsky

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