Erzdiözese Wien vergibt den "Pilgrim-Jugend-Preis 2018"

Ausgezeichnete Schulprojekte: Handy, Bienen und Integration

Die Erzdiözese Wien mit ihrem Schulamt, das Don Bosco Haus und das internationale Bildungsnetzwerk "Pilgrim" haben am Mittwoch, dem 03. Oktober 2018, den "Pilgrim- Jugend-Preis 2018" vergeben.

Unter dem Motto "Die Schöpfung ist uns anvertraut" wurden sieben Projekte prämiert, die das Thema Nachhaltigkeit auf besonders anschauliche Weise im Schulalltag integriert haben. Beworben hatten sich insgesamt 15 Pilgrim-Schulen aus dem Bereich der Wiener Erzdiözese. Rund  2.000 Schülerinnen und Schüler mit ihren Lehrkräften waren dabei engagiert.

Sozial und umweltbewusst
Pater Rudolf Osanger von den Salesianern Don Boscos erläuterte als Leiter der Jury die Auswahl der Preisträger. Die Jury wählte für den Grundschul- und weiterführenden Schulbereich je drei Sieger. Diese erhielten verschiedene Preise wie einen Orientierungstag für eine Klasse im Don Bosco Haus oder Produkte aus Betrieben mit nachhaltiger Bewirtschaftung.

Unter den Einreichungen fand als erster Platz das Gymnasium St. Ursula besondere Anerkennung, die die Auseinandersetzung von Schülern mit ihrem Umgang mit dem Handy, dessen Entstehung, Produktion und Entsorgung sowie die sich daraus ergebenden ökologischen und sozialen Probleme bearbeitet hatte. Auch soziale Themen wie der Umgang mit den Generationen oder die Sinnfrage wurden bearbeitet. Sichtbar gemacht werden sollte, wie Nachhaltigkeit bestmöglich in den Schulalltag Eingang finden kann.

Unter den Volksschulen fand die Volksschule Quellenstraße besondere Beachtung, da es dort unter den mehr als 18 unterschiedliche Kulturen und Religionen herausfordernde Integrationsarbeit zu leisten gäbe. Das Thema Nachhaltigkeit sei eine willkommene Gelegenheit, die Welt in der Verschiedenheit der Menschen verstehen zu lernen. Das nehmen die Kinder und Eltern gerne an. So würden soziale und kulturelle Spannungen im Schulalltag reduziert werden und einen Beitrag zur Integration darstellen.

Vernetzungsarbeit in der Schule
Hauptreferent war Daniel Ganger aus der Donaustädter Bio-Gärtnerei Ganger, seinerzeit der erste Pilgrim-Freundschaftsbetrieb. Er erklärte den rund 180 anwesenden Schülerinnen und Schülern die ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeits-Prinzipien seiner Gärtnerei. Auch würden die "Pilgrim-Weinstöcke" nach der Veredlung durch die Weinbauschule Krems - eine von mehreren St. Pöltner Pilgrim-Schulen - kultiviert. Die Pflanzen werden an die Schulen als lebendiges Geschenk verteilt, als Beispiel, wie Pflanzen auch als Lebewesen mit besonderer persönlicher Beziehung zu pflegen und zu betreuen seien.

Für die Erzdiözese Wien hat Generalvikar Nikolaus Krasa in seinem Grußwort auf die Dimension des Pilgerns verwiesen, das als Grundlage für Pilgrim passe, nämlich behutsam mit dem Geschenk der Schöpfung sorgsam umzugehen.

Vom Schulamt hat Andrea Pinz in ihrem Statement auf die besondere Initiative des Religionsunterrichts an der Schule für die vielfältigen Projekte der Nachhaltigkeit hingewiesen, die auch die anderen Gegenstände einbinde. Somit leiste der Religionsunterricht einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Schulentwicklung. Die Preisverleihung am 3. Oktober, 14 Uhr, war gleichzeitig ein Vernetzungstreffen für "Pilgrim-Schulen" und solche, die es werden wollen. Das Bildungsnetzwerk feierte im Schuljahr im Juni sein 15-jähriges Bestehen und hat 240 Mitglieder in Österreich, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Ungarn, Taiwan, Peru, Südafrika und Uganda.

www.pilgrim.at

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