Wallfahrt nach Mariazell

Seit 24 Jahren organisiert Helmut Asenbauer, Salesianischer Mitarbeiter Don Boscos, jährlich eine Fußwallfahrt von Wien nach Mariazell. Das Don Bosco Haus lud dazu in seinem Programmheft in diesem Sommer von 30. August bis 3. September 2017 zu den „Wegen der Hoffnung“ ein.

Verlässlicher geistlicher Begleiter war Salesianerpater Siegfried Müller SDB, der selbst einige Jahre Direktor des Bildungshauses in Wien-Hietzing war. Weiterer wichtiger Partner der Wallfahrt ist der Begleitbus, der vom jungen Salesianischen Mitarbeiter Christoph Putz chauffiert wurde. Er feierte dabei seinen 24. Geburtstag auf der Landstraße zwischen den Quartieren.

Fast alle Wege gefunden
16 Pilgerinnen und Pilger machten sich während der heißen Sommertage auf den langen Marsch nach Mariazell. Geführt von den erfahrenen Wallfahrern wurden dabei fast alle Wege gefunden. Nur einmal verpasste ein Teil der Gruppe die richtige Abzweigung und musste einen Haken schlagen – in Zeit ausgedrückt kamen sie mehr als eine halbe Stunde nach den anderen beim Rastpunkt an und das bei strömenden Regen. Hier beschloss auch die ganze Gruppe, mit dem Bus zum Nachtquartier zu fahren.

„Jeder trägt einiges mit sich im Gepäck“, weiß Pater Müller. Er sieht sein Mitpilgern als seine Aufgabe als Seelsorger. Die Tage wurden mit dem Morgenlob begonnen. Täglich feierte die Gruppe Gottesdienst. Auf den „Engel des Herrn“, das Gebet zur Mittagsstunde, wurde ebenfalls nicht vergessen. Und alle hatten Zeit auf der Wegstrecke in Stille nachzudenken und zu reflektieren. 

Der Rosenkranz wurde gemeinsam gebetet – absolut freiwillig, aber durchaus als Stärkung für Geist und Seele. „Das Gscheid hinauf sind zwei Rosenkränze gute Tradition und Ehrensache für mich“, meinte Josef nach dem anstrengenden Aufstieg auf den Berg, auf den er auch das Pilgerkreuz getragen hatte.

So war die Gruppe zu recht glücklich und dankbar nach vier langen Tagen – und kurzen Abenden – in Mariazell einzuziehen und dabei „Segne du Maria“ zu singen. Im Gndadenort führte der erste Weg in die Basilika zur Magna mater Austriae. Es folgten die Lichterprozession am Abend bei Regen und die Sonntagsmesse mit weiteren Wallfahrern. Jene, die nicht gleich nach Hause zurückkehrten konnten Liköre und Lebkuchen verkosten – auch der weltliche Genuss gehört zur Wallfahrt.

Verbunden mit dem Dank für die glückliche Fahrt und mit guten Wünschen für die Rückkehr freuen sich schon einige auf die 25. Wallfahrt im nächsten Sommer, denn wie Pater Müller sagt: „Wallfahren heißt beten mit den Füßen.“ Das tägliche Gebet der Pilger begleitet sie vielleicht bis dahin.

Du kennst den Weg
Herr, du kennst meinen Weg,
den Weg, der hinter mir liegt,
und den, der vor mir liegt.
Du begleitest mich jeden Augenblick. 
Du bist immer für mich da.

Weil du mich führst, 
kann ich versuchen, 
mich selbst zu führen,
dass meine Augen und Ohren
unterscheiden lernen,
dass meine Hände anderen
helfen lernen,
dass mein Denken das Richtige findet,
dass mein Herz das Rechte
entscheiden lernt.
Weil du mich führst,
will ich meinen Weg versuchen.

Seliger Charles de Foucauld

(presse don bosco)

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