Maronimeeting 2016

Mehr aufeinander schauen
Das war der Maroni-Abend im Wiener Don Bosco Haus

„Aber ich habe versprochen, dass sie alle davon bekommen. Jetzt teilen wir einmal aus, solange wir etwas haben.“ Don Bosco

Zu einem Abend der Hausgemeinschaft mit vielen Gästen aus ganz Österreich lud das Don Bosco Haus am Dienstag, dem 24. Oktober 2016 ein.  Anlass war die Erinnerung an Don Boscos Maroniwunder (siehe unten) mit der zentralen Botschaft: „Jetzt machen wir das einmal. Wenn man Don Bosco ernst nimmt, dann heißt das JETZT darauf vertrauen, dass kleine Dinge eine unglaubliche Strahlkraft für viele haben können.“

Strahlen konnte es dann auch in der verdunkelten Bildungshauskapelle: Glühende Leuchtstäbchen und Luftballons brachten (fast zauberhafte) Lichtmomente. Alexander Laimer übernahm als Leiter des Hauses im Anschluss die Vorstellung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Verabschiedung lieber Teamkollegen.

Der kulinarische Teil des Abends spielte sich zentral rund um den heiß glühenden Bratofen im Garten ab: Die gebratenen Maroni schmeckten den Gäste, Salesianern, Don Bosco Schwestern, Salesianischen Mitarbeitern, der Salesianischen Jugendbewegung und dem Team des Hauses und des Provinzialats.

Schöne Begegnungen mit einem Nachhall der Botschaft zum Jahr der Barmherzigkeit, wie Salesianerpater Rudi Osanger SDB sagte: „Schauen wir mehr aufeinander.“

Das Maroniwunder von Don Bosco

Am Allerseelentag hatte Don Bosco seine Buben zum Friedhof geführt. Nach der Rückkehr, so hatte er ihnen versprochen, würden sie gekochte Kastanien bekommen. Drei Säcke hatte er dafür kaufen lassen. Mama Margherita aber hatte nicht richtig verstanden, was Don Bosco wollte, und kochte nur ein paar Kilo davon.

Giuseppe Buzzetti, der junge „Verwalter“, kam vor den anderen zurück und rief erschrocken aus: „Das wird Don Bosco aber sehr bedauern ich muss es ihm gleich sagen.“ Doch im Gewühl der zurückströmenden Schar gelang es ihm nicht, Don Bosco dies klarzumachen. Er nahm ihm den Korb aus den Händen und begann, mit einem Schöpflöffel auszuteilen. Buzzetti schrie: „Nicht so viel! Es reicht nicht für alle!“

„Aber es sind doch noch drei Säcke in der Küche!“ „Nein, es gibt nur diese!“ versuchte Buzetti zu erklären, während die Buben heranströmten. „Aber ich habe versprochen, dass sie alle davon bekommen. Jetzt teilen wir einmal aus, solange wir etwas haben.“

Don Bosco gab jedem einen großen Schöpflöffel davon. Buzzetti blickte nervös auf die wenigen Kastanien, die noch im Korb lagen. Und die Riehe, die wartete, schien immer länger zu werden. Jetzt bemerkten es andere auch. Plötzlich trat Schweigen ein. Hunderte von Bubenaugen starrten in den Korb, der nicht leer wurde. Die Kastanien reichten für alle. Die Spannung war gebrochen, als der letzte seine Handvoll Kastanien erhalten hatte, und man kann sich gut den Jubel und die Begeisterung vorstellen, die jetzt ausbrauchen.

(SL)

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