Das Fremde im Islam

Ramazan Demir, isalmischer Religionspädagoge, Imam und Gefängnisseelsorger, setzte unsere Vortragsreihe in Kooperation mit der VHS Hietzing am Mittwochabend fort.

Herr Demir teilte seine Erfahrungen, als Gefängnisseelsorger mit und versuchte näher zu bringen was in Menschen vor sich geht, die beschließen für den IS zu kämpfen. Dabei betonte er die Bedeutung der Gefängnisarbeit, die einen großen Beitrag zur Entradikalisierung und Aufklärung der meist noch sehr jungen Menschen beiträgt, die in den meisten fällen aus diversen sozialen Gründen, nicht aus religiösen Überzeugungen zu diesem Schritt bewogen werden. Als in Deutschland aufgewachsener und in Österreich lebender Moslem ist es ihm ein besonderes Anliegen, dass Integration als ein beidseitiger Prozess verläuft. Daher ist wichtig die Kultur des anderen zu kennen und immer wieder im Dialog zu bleiben. Dass Kultur nicht mit Religion gleich zu setzen ist und Radikalität nicht dasselbe ist wie Religiösität, wurde an diesem Abend sehr deutlich.

Besonders spannend und wertvoll an diesem Abend war der Dialog zwischen Ramazan Demir und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, denen er jederzeit Frage und Antwort während des gesamten Vortrags stand. Er leistet einen enormen Beitrag zur Informations- und Aufklärungsarbeit zwischen den unterschiedlichen Religionen.

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