Frauen in der katholischen Kirche

Am Mittwochabend, dem 17. Jänner 2016, hat sich Frau Mag.a Gerda Schaffelhofer, Präsidentin der katholischen Aktion Österreich und Geschäftsführerin der Styria Buchholding, im Bezirksmuseum Hietzing diesem Thema angenommen.

Der Einstieg in die Thematik gelang ihr mit einem Blick auf die Schöpfungsgeschichte in der Bibel. Dort wird eine Gleichberechtigung von Mann und Frau bereits überliefert, denn beide Geschlechter wurden als Ebenbild Gottes geschaffen. Darüber hinaus kann auch in der Urkirche von keiner Ungleichheit zwischen Mann und Frau gesprochen werden. Dabei ging Schaffelhofer auf Jesus Christus selbst und seinen Umgang mit Frauen ein. Denn aus biblischen Bezügen können keine Sonderregelungen für das männliche oder auch weilbliche Geschlecht entnommen werden. Stattdessen lässt sich sagen, dass Jesus einen vorurteilsfreien Umgang mit Frauen hatte, die ihn auch immer wieder begleitet haben.

Dennoch sieht die Realität anders aus. Die katholische Geschichte mit Frauen basiert auf einer „Schuldgeschichte“, wie sie in Genesis 2 niedergeschrieben steht. Die Priesterweihe, so wie das Diakonat, ist den Männern vorbehalten. Trotz erster Versuche einer Veränderung zur Gleichberechtigung, wie sie durch Johannes XXIII. unternommen wurden, kam ein Durchbruch nie zu Stande. Dennoch ist Schaffelhofer überzeugt, dass die Mitwirkung der Laien im allgemeinen Priestertum unverzichtbar ist, da Christus allen, die Kraft der Taufe zum Volk Gottes gehören, die Befähigung gegeben, die Heilsbotschaft zu verkünden.

Sofern es das Weihamt in naher oder ferner Zukunft noch geben wird, ist sie überzeugt, dass eines Tages Frauen das Priesteramt haben werden. Sie wünscht sich eine größere Repräsentanz von Frauen in kirchlichen Leitungsfunktionen und eine stärkere Beteiligung am Sendungsauftrag.

Nach dem Vortrag stand Frau Mag.a Gerda Schaffelhofer den Teilnehmer/-innen der Veranstaltung noch für Fragen und Diskussion zu Verfügung.